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Vorstellung der Störungsbilder: verbale Entwicklungsdyspraxie

Das Störungsbild, dass wir Euch heute genauer erklären möchten, ist die verbale Entwicklungsdyspraxie. Die Erklärung zu diesem Störungsbild könnt Ihr, wie auch schon bei den anderen Störungsbildern, wieder bei der Auflistung der Störungsbilder auf unserer Startseite nachlesen.


Eine „verbale Entwicklungsdyspraxie“ ist eine Störung der Planung der Sprechmotorik. Das Gehirn kann die Muskelbewegungen, die für eine korrekte Aussprache wichtig sind, nicht koordinieren. Das heißt, das Kind weiß, was es sagen will, bekommt dieses aber nicht heraus. Das Sprachverständnis ist dabei gut.


Mögliche Sympome:

  • Kaum verständliches Sprechen

  • Schwierigkeiten bei der Verbindung von Lauten zu Wörtern: Es entstehen lange Pausen zwischen den Lauten, Lautvertauschungen und Auslassungen, Ersetzungen und/ oder Hinzufügungen von Lauten

  • Die Lautbildung ist gekennzeichnet durch eine hohe Variabilität an Fehlern: Inkonsequente Lautfehlbildungen (z.B. „Baum“ wird mal zu „Bau“, dann zu „Bam“, dann zu „aum“ und so weiter) oder zuvor beherrschte Laute und Wörter können scheinbar plötzlich nicht mehr abgerufen werden oder es gibt „Inseln der Verständlichkeit“ (Wörter oder kurze Sätze werden plötzlich – meist nur einmalig – korrekt gebildet)

  • Anstieg der Fehlerquote mit steigender Äußerungslänge (z.B. längere Wörter oder Mehrwortsätze)

  • Artikulatorische Suchbewegungen und eine deutliche Sprechanstrengung.


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