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Vorstellung des Störungsbildes: Mutismus

Heute möchten wir Euch das letzte logopädische Störungsbild im Bereich der Kindersprache vorstellen:


Als „Mutismus“ wird eine Kommunikationsstörung bezeichnet, bei der die Kinder eine Sprechverweigerung zeigen. Bereits erworbene sprachliche Leistungen werden nicht mehr abgerufen und das Kind spricht nicht mehr. Die Hör-, Sprach- und Sprechfähigkeit ist dabei weiter intakt. Eine Ursache für dieses Störungsbild ist bislang unbekannt.


Beim Mutismus unterscheidet man 2 Arten der Störung:

  • Totaler Mutismus: Die Kinder verweigern jegliche sprachliche Äußerungen sowohl innerhalb als auch außerhalb der eigenen Familie. Dabei werden auch alle phonischen Leistungen (wie Husten, Weinen, Lachen, …) vollständig verweigert. Die Betroffenen kommunizieren über kommunikative Hilfsmittel (wie Gestik und/ oder das Schriftbild).

  • (S)elektiver Mutismus: Die Sprechverweigerung der Kinder äußert sich lediglich gegenüber bestimmten Personen/ Personenkreisen und/ oder bestimmten Situationen. Diese Kinder zeigen sich oft als zwei verschiedene Personen – als der zurückhaltende, gehemmte Schweiger oder als der lebhafte, sprechfreudige Mensch.